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Im besportiii Interview – Katrin

Im besportiii Interview – Katrin

Im Interview mit Katrin…

Diese neue Reihe in meinem Fitness Blog, lag mir sehr am Herzen. Wir jagen manchmal im Alltag einem Idealbild hinterher und denken, wir müssen noch mehr schaffen, schneller werden, weiter kommen. Wir sind starke Frauen und wir sind toll, Punkt. Ich sage und schreibe oft “Meine Hübsche” das mache ich, weil ich denke, Jede von uns ist hübsch und Jede von uns bringt andere Voraussetzungen mit und möchte verschiedenes erreichen und das ist auch gut so. Was Dein Weg ist, weiß ich nicht, vielleicht ist es dieser Weg Dein Weg

Ich fragte tolle Frauen wie Du und ich und sie erzählten mir ihre Sicht der Dinge, womit sie sich fit halten und bei was sie auch mal schwach werden 🙂 .Ich freue mich heute auf Katrin.

Hallo! Ich bin Katrin, 31 Jahre alt und leben mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen (3 Jahre bzw. 7 Monate) in Oberösterreich, in der Nähe von Linz. Beruflich hat es mich nach meinen wirtschaftlich-technischen Studium in eine Erwachsenenbildungseinrichtung für Gesundheitsberufe verschlagen. Ursprünglich nur in der Verwaltung tätig, hat mich durch den täglichen Kundenkontakt das Interesse an unseren Ausbildungen selbst gepackt. Ich habe neben dem Beruf die Ausbildungen zur Dipl. Pilates- und zur Dipl. Wirbelsäulentrainerin absolviert und halte seit 2011 regelmäßig Pilateskurse. Demnächst startet ein neuer Kurs „Mama-Baby-Pilates“, wo wir unsere Babys als Trainingspartner mit dabei haben. Darauf freue ich mich schon sehr. Meine berufliche Zukunft sehe ich absolut im Fitnessbereich. Auf meiner Webseite www.fitness-mama.net schreibe ich regelmäßig über Wichtiges zum Thema „Fit und gesund durch die Schwangerschaft und die Zeit danach“. In Kürze wird es auch spezielle Angebote für Mamas nach der Geburt geben, die auf dem Weg zu ihrem Wohlfühlkörper sind, aber nicht genau wissen, wie sie all dies zwischen Kind(ern), Haushalt, Beruf und Partnerschaft unterbringen sollen. Also all die Themen, die mich ebenfalls beschäftigen.

 

Wie schaffst Du es Familie, Job und Deine eigenen kleinen Auszeiten unter einen Hut zu bekommen?

 Das ist gar nicht so einfach. Gleich vorweg muss ich sagen, dass mir hier mein Mann eine ganz große Stütze ist. Er ist selber Fitnesstrainer und unterstützt mich daher mit voller Kraft bei der Umsetzung meiner Ideen. Außerdem steht er mir immer mit seinem Wissen zur Seite, wenn ich mal wo nicht weiterweiß. Trotz aller Unterstützung bedarf unser Alltag aber doch etwas Planung: Ich habe mir einen fixen und einen „variablen“ Arbeitstag pro Woche mit meinem Mann ausgehandelt. An diesen Tagen arbeite ich (oder mache halt auch mal andere Sachen, die wichtig sind – oder gehe trainieren, wenn ich sonst nicht dazukomme) und er schaut auf die beiden Jungs. Das klappt recht gut, auch wenn ich ihn von Zeit zu Zeit mal daran erinnern muss 😉 Ich versuche dann, meine Arbeitstage so zu gestalten, dass ich auch eine kleine Auszeit für mich mit einplane. Das ist entweder eine laaaange Dusche, ein Bad in der Wanne oder ein extra Spaziergang mit dem Hund, um den Kopf frei zu bekommen.

Wie sieht Deine Auszeit nur für Dich persönlich aus und wann kannst Du sie Dir am besten einrichten?

So einmal in der Woche nehme ich ein ausgiebiges Bad in der Badewanne. Während eine ungestörte Dusche schonmal einem Wellnesstag gleichkommt, ist dieses Bad wie ein ganzes Wellnesswochenende. Da gibt’s dann das ganze Programm: Kerzen, Duftöl, ein gutes Buch und beruhigende Musik. Und das Schönste ist, das Wasser noch einmal warm nachlaufen zu lassen, wenn es schon ausgekühlt ist.

Stichwort: Body-Balance was bedeutet dies für Dich und wie setzt Du dies für Dich persönlich um?

Leider bekomme ich im Moment sehr wenig Schlaf. Der Große war ein extrem schlechter Schläfer und auch der Kleine hält nicht viel vom nächtlichen Schlafen. Wenn, dann sowieso nur auf oder neben mir. Das zehrt natürlich an den Nerven und kostet sehr, sehr viel Energie. Umso wichtiger ist für mich, meinen Körper durch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung und frische Luft in Balance zu halten. Ich habe zwischen meinen beiden Schwangerschaften das „Clean Eating“ für mich entdeckt und mit gefällt der Ansatz, nur natürliche, unverarbeitete Lebensmittel zu konsumieren, ausgezeichnet. Das versuche ich so gut wie möglich umzusetzen. Bewegungstechnisch bin ich eigentlich der Laufmensch, aufgrund einer Knieverletzung (Kreuzbandriss) geht das im Moment aber so gut wie gar nicht. Ich bin jetzt auf Training mit Kettlebell und TRX umgestiegen. Außerdem hat Yoga nun auch Einzug in mein Leben gehalten. Das macht mir sehr viel Spaß und bringt mich immer wieder gut in Balance.

Welche Sportart magst Du und warum?

Eigentlich Laufen, weil ich hier an meine Grenzen gehen kann. Leider geht das im Moment nicht. Sehr fasziniert bin ich vom Kettlebell-Training, weil man hier wirklich schnell tolle Leistungssteigerungen erzielen kann. Weiters trainiere ich gerne mit dem TRX. Generell finde ich das Konzept Bodyweight Training, also Training mit dem eigenen Körpergewicht, sehr toll. Pilates und Yoga gehören im weitesten Sinne ja auch irgendwie dazu. Man braucht eigentlich keine Hilfsmittel und kann trotzdem ins Schwitzen kommen, seinen Muskeln kräftigen und Tolles erreichen. Man ist so gut wie zeit- und ortsunabhängig, kann das Workout nicht nur zuhause, sondern beispielsweise auch im Urlaub machen – da gibt’s dann keine Ausreden mehr 😉

Mama sein und Sport – geht dies für Dich zusammen?

Definitiv. Meine erste Geburt war leider kein schönes Erlebnis. Ich zu dick, Baby zu groß. Das Ende von der Geschichte: Kaiserschnitt in Vollnarkose. 2 Tage Bettruhe und eine lange Zeit, bis ich wieder halbwegs fit auf den Beinen war. Das hat lange an mir genagt und nachdem ich das Erlebnis für mich aufgearbeitet hatte, hab ich entschieden, dass eine zweite Schwangerschaft keinesfalls so enden darf. Ich wollte mein zweites Kind auf natürlichem Wege zur Welt bringen. Ich habe viel gelesen, mich weitergebildet, meine Ernährung umgestellt, viel Sport gemacht und meinen Blog ins Leben gerufen. Letzten Sommer habe ich dann meinen zweiten Sohn spontan und ohne Schmerzmittel geboren. Es war ein wunderschönes, wenn auch schmerzhaftes, Erlebnis und ich konnte mein Glück einfach nicht fassen. Davon abgesehen, dass ich eigentlich gleich wieder fit war, war das Schönste für mich, dass ich mein Baby dieses Mal von Anfang an selbst versorgen konnte.

Natürlich ist es jetzt nicht mehr so einfach, mein zwei Kindern ein entsprechendes Sportprogramm unterzubringen. Dafür ist es aber umso wichtiger: Sport baut Stress ab, gibt Energie und ein gutes Gefühl. Und genau das ist es, was Mütter brauchen. Dafür muss man gar nicht so viel Zeit aufwenden. Wenn man es richtig macht, reichen ein paar Minuten pro Tag aus. Ich kann nur jede Mama dazu ermutigen!

Bei besportiii geht es ja auch darum, sich langfristig wohl zu fühlen, etwas für sich zu tun und nicht innerhalb von 8 Wochen in eine bestimmte Größe zu passen oder sich einer Diät zu unterziehen –  was geht für Dich persönlich in die falsche Richtung wenn es um Ernährung und Fitness geht und warum?

Ha! Das ist so ein Thema, wo ich mich unendlich aufregen könnte! Ich beschäftige mich sehr gerne mit Online Marketing und über kurz oder lang stolpert man hier über unterschiedliche, mehr oder weniger seriöse Angebote an Online-Fitnesskursen. Es gibt echt tolle Konzepte – aber leider auch solche, wo einem schlecht wird. Ich habe kürzlich einen Kurs entdeckt, wo es genau um mein Herzensthema Abnehmen nach der Schwangerschaft geht. In der Präsentation, die zum Kauf animieren sollte, wurden unglaubliche Dinge erzählt. Dass Frauenärzte in der Schwangerschaft grundsätzlich von Sport abraten. Oder dass man Unmengen an Geld für Personal Trainer oder Abnehmpillen ausgeben muss, um was zu erreichen. Oder dass man 32 kg in 12 Wochen abnehmen kann. Da stellt’s mir einfach die Nackenhaare auf. Eigentlich sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen, dass man Gewicht, dass man über Monate oder sogar Jahre zugenommen hat, nicht einfach in 12 Wochen verlieren kann. Ich will gar nicht wissen, welch Schaden mit solchen Versprechungen angerichtet werden und kann nur jedem raten, kein solches Angebot in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, dass keiner dieser Anbieter mit dieser Masche erfolgreich ist und alle abnehmwilligen Frauen und Männer da draußen erkennen, wie hilfreich die professionelle Unterstützung durch eine/n kompetente/n Trainer/in ist.

Was sollten ganz frisch gebackene Mama`s beachten wenn sie wieder etwas für sich tun möchten?

Das Allerwichtigste ist, auf seinen Körper zu hören und sich nicht an anderen zu orientierten. Jeder Körper reagiert anders auf die Belastung durch Schwangerschaft und Geburt und braucht auch unterschiedlich lange, um sich davon zu erholen. In den ersten Wochen nach der Geburt sollte sich jede Mama Ruhe gönnen und nicht an die Figur denken. Die Beziehung zwischen Mama und Baby steht hier an erster Stelle. Ich empfehle, unbedingt das Wochenenbett abzuwarten, bevor wieder mit sportlichen Aktivitäten begonnen wird. Ausgenommen davon sind natürlich Spaziergänge an der frischen Luft und leichte Übungen zur Rückbildung und zur Stärkung des Beckenbodens. Alles andere soll warten, bis der/die Frauenarzt/ärztin das OK dazu gibt. Ein tolles Ausdauertraining nach der Schwangerschaft ist Nordic Walking. Die Erschütterungen sind wesentlich geringer als beim Joggen und durch den Stockeinsatz wird der Oberkörper samt Bauch- und Rückenmuskulatur sanft mittrainiert. Nach und nach können dann Übungen zur Kräftigung des gesamten Körpers eingebaut werden. Leichtes Joggen kann die frisch gebackenen Mama nach etwa 12 Wochen wieder versuchen. Sie wird schnell merken, ob ihr Beckenboden schon soweit ist. Wenn nicht, dann weiter kräftigen. Pilates eignet sich perfekt dazu.

Ach, dazu könnte ich jetzt noch ein paar Seiten schreiben 😉 Eine wichtige Sache noch: Es kommt natürlich auch drauf an, wie sportlich die Mama vor und während der Schwangerschaft war. Trainierte Frauen finden meist schneller ins Training zurück. Wenn eine Mama nach der Schwangerschaft mit ihrem Körper unzufrieden ist, vorher aber nie Sport gemacht hat, sollte sie unbedingt langsam beginnen und sich nicht überfordern. Dies gilt übrigens auch für die Schwangerschaft an sich: Jetzt mit intensivem Sport zu beginnen, nur um nicht zu viel zuzunehmen, ist nicht der richtige Ansatz. Hier sollte die werdende Mama den Weg lieber über eine gesunde Ernährung gehen und sanfte Bewegungsarten wie Schwimmen, (flottes) Spazierengehen oder Nordic Walking bevorzugen.

Schwache Momente haben wir ja alle mal 😉 bei was wirst Du schwach? Süß oder Herzhaft?

Mehlspeisen! Palatschinken (also Pfannkuchen), Kaiserschmarrn, Wespennester (hm… keine Ahnung, ob es dafür einen hochdeutschen Ausdruck gibt) und Marillenknödel sind meine Laster. So konsequent ich eigentlich mit meiner Ernährung bin – so wenig kann ich bei diesen Speisen widerstehen! Und das ist gut so. Denn man soll sich ja auch mal was gönnen. Für mich ist das immer mein Highlight, das ich besonders genieße.


Liebe Katrin, ich danke Dir sehr für Deine Zeit. ♥ Kirstin

 


Hat Dir das Interview gefallen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Deine

Deine Kirstin Dordan

 

3 Comments
  • Kirstin
    Posted at 11:18h, 07 März Antworten

    Danke meine liebe Katrin, freue mich sehr über Deinen Kommentar. Alles Liebe für Deine Schwangerschaft ♥ lass mal wieder von Dir hören. Sei lieb gedrückt. lg Kirstin

  • Katrin
    Posted at 11:11h, 07 März Antworten

    wow, da ich selber gerade schwanger bin, davor besporti Anwenderin war bin ich auch sehr bedacht irgendwie in der Schwangerschaft nicht abzustumpfen, da kommt dieser Beitrag mir gerade recht und der Internetblog von der Katrin schon in den Favoriten gebracht zum durchstöbern, vielleicht finde ich da noch paar Tipps gerade in Sachen Pilates da hab ich eine schwangerschaftsapp gefunden die mir recht gut tut und Pilates dadurch auch für mich entdeckt. Schön das keiner auf Süßkram in welcher Art auch immer verzichten kann 🙂 . Und da ich einen tollen Mann habe werden wir den Zeitplan nach der Geburt auch so schön gestalten können damit ich wieder zum besportii Programm zurück kann 🙂
    schöner Blog, gefällt mir sehr gut

    • Kirstin
      Posted at 11:19h, 07 März

      Danke meine liebe Katrin, freue mich sehr über Deinen Kommentar. Alles Liebe für Deine Schwangerschaft ♥ lass mal wieder von Dir hören. Sei lieb gedrückt. lg Kirstin

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